Lohnt sich das klassische Bloggen noch? Ist es nicht effizienter, Inhalte direkt auf Instagram, Facebook oder TikTok zu teilen? Tatsächlich bietet ein eigener Blog viele entscheidende Vorteile, die ihn nach wie vor zu einem nachhaltigen Werkzeug machen. Hier sind einige überzeugende Gründe, warum sich das Bloggen auch heute noch lohnt – vielleicht sogar mehr denn je.
Die volle Kontrolle – Deine Inhalte, Deine Regeln
Anders als bei Social-Media-Plattformen, wo Algorithmen und Richtlinien darüber entscheiden, wer wie deine Inhalte sieht, gehört ein Blog ganz dir. Du bestimmst, was veröffentlicht wird, in welchem Format und in welcher Tiefe. Du bist nicht von plötzlichen Änderungen der Plattformen abhängig, die deine Reichweite oder Sichtbarkeit einschränken könnten.
Nachhaltigkeit statt Kurzlebigkeit
Beiträge auf Social Media haben eine extrem kurze Lebensdauer. Ein Post auf Instagram oder Facebook erreicht in der Regel innerhalb weniger Stunden sein Maximum an Sichtbarkeit und verschwindet dann im Strudel neuer Inhalte. Ein gut geschriebener Blogartikel hingegen kann über Monate oder sogar Jahre hinweg Leser anziehen und Traffic generieren. Dank Suchmaschinenoptimierung (SEO) kann ein Blogbeitrag langfristig gefunden werden und kontinuierlich Mehrwert bieten.
Tiefgang und Qualität statt oberflächlicher Inhalte
Social Media lebt von schnellen, konsumierbaren Inhalten. Viele User scrollen einfach nur durch ihre Timeline… Das führt oft dazu, dass tiefere Themen oder komplexe Zusammenhänge kaum Raum finden. Ein Blog hingegen ermöglicht es dir, Themen ausführlicher zu behandeln, fundierte Analysen zu liefern und echte Mehrwerte zu schaffen. Gerade wenn du komplexe und tiefe Themen behandelst, ist ein Blog ein hervorragendes Medium, um deine Gedanken in der nötigen Tiefe zu teilen.
Unabhängigkeit von Plattformen
Plattformen kommen und gehen. Wer sich ausschließlich auf Social Media verlässt, riskiert, dass sich der digitale Boden unter den Füßen verändert. Algorithmus-Änderungen, Account-Sperrungen oder sogar das Verschwinden einer Plattform (wie es bei MySpace oder Google+ der Fall war) können dazu führen, dass jahrelange Arbeit plötzlich verpufft. Ein eigener Blog hingegen gehört dir und ist eine langfristige Investition in deine Online-Präsenz.
Aufbau einer echten Community
Ein Blog zieht Leser an, die wirklich an deinen Inhalten interessiert sind. Während auf Social Media viele nur beiläufig scrollen, nehmen sich Blog-Leser bewusst Zeit, um deine Inhalte zu konsumieren. Dies fördert tiefere Verbindungen und eine engagiertere Community. Zudem kannst du über Newsletter-Abonnements langfristige Beziehungen aufbauen, ohne dich auf die Reichweite von Drittanbietern verlassen zu müssen.
Freiheit der Formate – Multimedialer Content nach deinen Vorstellungen
Ein weiterer großer Vorteil eines eigenen Blogs ist die Freiheit, verschiedene Content-Formate einzubinden. Während Social Media oft auf bestimmte Medienformate beschränkt ist, kannst du auf deinem Blog flexibel arbeiten: Texte, Bildergalerien, Audioaufnahmen, Podcasts, Videos oder interaktive Inhalte lassen sich problemlos einbinden. Dadurch kannst du deine Inhalte abwechslungsreich gestalten und sie optimal auf deine Zielgruppe abstimmen. Besonders für kreative oder tiefgehende Themen ist diese Freiheit ein enormer Vorteil.

Blog als Einnahmequelle
Mit einem Blog hast du vielfältige Möglichkeiten zur Monetarisierung: Werbung, Affiliate-Marketing, digitale Produkte, Online-Kurse usw. lassen sich problemlos in eine eigene Website integrieren. Social-Media-Plattformen bieten zwar auch Monetarisierungsmöglichkeiten, jedoch oft zu ungünstigen Konditionen und mit Abhängigkeiten.
Professionelles Branding & Expertenstatus
Ein gut gepflegter Blog kann deine Position in einem bestimmten Bereich stärken. Er zeigt deine Expertise, baut Vertrauen auf und positioniert dich als Fachperson oder Vordenker in deinem Themenfeld. Während Social Media oft von schnelllebigen Trends dominiert wird, vermittelt ein Blog wesentlich mehr Beständigkeit und auch Seriosität.
Bloggen ist lebendiger denn je
Ein eigener Blog ist mehr als nur eine Plattform zum Schreiben – er ist eine Investition in deine Unabhängigkeit, deine Sichtbarkeit und deine Community. Während Social Media zwar weiterhin ein wichtiges Werkzeug zur Generierung von Reichweite bleibt, bietet ein Blog langfristige Vorteile, die in der schnelllebigen digitalen Welt immer wertvoller werden. Wer nachhaltig und unabhängig arbeiten möchte, kommt um einen eigenen Blog kaum herum.
Was kostet ein Blog ungefähr – wenn man als Einsteiger alles selbst macht
Um einen Blog zu starten, brauchst du eine Plattform. Du kannst entweder einen vorgefertigten Anbieter wie WordPress.com, Jimdo oder Wix nutzen, bei dem Hosting und technische Einrichtung bereits übernommen werden. Oder du entscheidest dich für mehr Kontrolle und Flexibilität mit einer selbst gehosteten Lösung. Dafür kannst du z. B. die Open-Source-Software WordPress auf einem eigenen Webspace installieren. Viele Hosting-Anbieter bieten dafür eine „One-Click“-Installation an, mit der du in wenigen Minuten ein Grundgerüst für deinen Blog erhältst.
Hosting & Domains
Ein solides Hosting-Paket mit eigenem Webspace, auf dem du WordPress installieren kannst, inklusive einer Domain, bekommst du bereits ab ca. 8 € im Monat.
Plugins & Themes
Die meisten grundlegenden Plugins sind kostenlos, besonders am Anfang reicht das völlig aus. Falls du später spezielle Funktionen benötigst, kannst du jederzeit auf kostenpflichtige Versionen upgraden.
Je nach deinen Designvorstellungen lohnt es sich, in ein hochwertiges Theme zu investieren. Die Preise starten bei etwa 70 € pro Jahr. Einige Entwickler bieten auch Lifetime-Lizenzen an, die einmalig etwas teurer sind, sich aber auf lange Sicht lohnen können.
Keyword-Recherche
Es gibt einige kostenlose Tools für die Keyword-Recherche, allerdings sind sie oft stark eingeschränkt. Für eine professionelle Keyword-Analyse solltest du mit etwa 11 € pro Monat rechnen. Auch hier gibt es Anbieter mit Lifetime-Lizenzen.
Beispielrechnung – Monatliche Kosten
Großzügig gerechnet, könnten die monatlichen Kosten so aussehen:
- Hosting & Domain: ca. 10 €
- Theme: ca. 7 € (bei 80 € Jahrespreis)
- Keyword-Recherche: ca. 15 €
Gesamt: ca. 32 € pro Monat
Dies ist nur eine grobe Rechnung, falls du zusätzliche Funktionen benötigst, z. B. ein Plugin für Event-Buchungen oder Online-Kurse, können schnell weitere 15–30 € pro Monat dazukommen.
Persönliches Beispiel
Dieser Blog hier läuft mit einem 10 € Hosting-Paket und einem Theme, das ich als Lifetime-Lizenz für ca. 150 € gekauft habe. Mein einziges laufendes Abo ist ein SEO-Plugin für 40 € pro Jahr. Ein weiteres Plugin für individuellem Code hat mich als Lifetime Lizenz rund 150€ gekostet. Dies nutze ich aber auch nur, da ich viele Websites erstelle und betreue. Wäre dies meine einzige Website, bräuchte ich es nicht…
Für die Keywords Recherche nutze ich ein Lifetime Angebot, welches zur Zeit bei 290 € für eine Website liegt, bzw. 29 € monatlich.
Welche Lösung für dich die beste ist, hängt von deinen Kenntnissen und Bedürfnissen ab. Im Internet findest du zahlreiche Anleitungen und Tutorials zu jedem Thema. Falls du unsicher bist, kann es sinnvoll sein, dich zu Beginn beraten zu lassen, um das passende Setup für dich zu finden.
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